Homo- und Bisexualität sollte kein Tabu sein

Die meisten Menschen fühlen sich in der Liebe und Erotik zum anderen Geschlecht hingezogen, andere stehen auf Personen des eigenen Geschlechts. Wieder andere finden beide Geschlechter attraktiv und können sich nicht entscheiden. Das ist nichts neues, das hat es immer schon gegeben. In alten Kulturen ist immer wieder von homosexuellen Beziehungen die Rede. In der menschlichen Sexualität gibt es immer wieder individuelle Wünsche und Empfindungen, schwul, lesbisch, bisexuell oder heterosexuell. So sind zum Beispiel im Tierreich die verschiedenen sexuellen Neigungen ganz normal.

Homosexualität ist keine Krankheit

Es ist noch gar nicht lange her, dass homosexuelle Menschen als krank bezeichnet wurden. So wurden Schwule gegen ihre Neigung sogar mit Elektroschocks behandelt. Heute ist das glücklicherweise ganz anders, sie werden von der Gesellschaft akzeptiert und es gibt wie bei heterosexuellen Männern die Sex Hotline mit Frauen, Gay Sex Kontakte am Telefon.

Homosexuell schon vor der Geburt

Laut Forschern entsteht die Veranlagung zum eigenen Geschlecht schon vor der Geburt. Ist zum Beispiel der erste Sohn schwul, so besteht eine große Chance, dass auch der zweite Sohn homosexuell ist, bei Zwillingen liegt die Wahrscheinlichkeit bei circa 30 Prozent bei eineiigen Zwillingen sogar bei 65 Prozent. Eine Befragung ergab, dass rund drei Prozent der männlichen Bevölkerung aus westlichen Industriestaaten sich als schwul oder homosexuell bezeichnen und bei den Frauen sind es circa 1,5 Prozent. Dabei fühlen sich Lesben und Schwule genauso als Frauen und Männer. Männer sehen sich jedoch weniger maskulin und Frauen weniger feminin, wie die heterosexuellen Menschen.

Bisexuell - zu Männern und Frauen hingezogen

Sowohl Alfred Kinsey als auch Sigmund Freud haben herausgefunden, dass eigentlich jeder Mensch eine bisexuelle Ader in sich trägt. Nach der Bi-Phase wendet sich der Mensch dann entweder der Hetero- oder eben der Homosexualität zu. Die bisexuelle Veranlagung bleibt jedoch weiter bestehen und kann jederzeit wieder zum Vorschein kommen. So hat der amerikanische Sexualforscher herausgefunden, dass beinahe die Hälfte der Männer sich auf hetero- und homosexuelle Aktivitäten einlassen. Bei den Frauen sind es circa 25 Prozent. Dabei sind auch jene Kontakte mitgezählt, in welcher Jugendliche ihre Sexualität ausloten.

Bisexualität ist sehr vielfältig

Bisexuell muss aber nicht heißen, dass man sich zu beiden Geschlechtern gleichermaßen hingezogen fühlt. Hier gibt es Frauen, die nach einer männlichen Beziehung eine zu einer Frau eingehen oder Männer, die zwar verheiratet sind, aber immer wieder einen Ausflug in die homosexuelle Welt machen. Fragt man deutsche Frauen und Männer, so bezeichnen sich 3,4 Prozent der Männer und circa 4,5 Prozent der Frauen als bisexuell. Bei jüngeren Menschen waren es noch viel mehr, Frauen bei fast 20 Prozent und Männer etwas über 30 Prozent.

Bisexuelle sind sexuell wesentlich aktiver

Bisexuelle Frauen und Männer haben häufiger Sex als Heterosexuelle oder Homosexuelle. Auch die erotischen Fantasien sind wesentlich umfangreicher, daher masturbiert diese Gruppe auch häufiger. Für Bisexuelle spielt die Sexualität eine noch größere Rolle als bei allen anderen.

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